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Protesterklärung von Freunden aus der Jugendbewegung

 an die Stuttgarter Polizeidirektion gegen Gräsers Ausweisung

 aus Deutschland im Sommer 1915


 

Wir bedauern aufs Tiefste, dass in Zeiten, wo sich das deutsche Volk wirklich auf sich selbst besinnen sollte, noch die Möglichkeit gegeben ist, den Ruf Deutschlands im In- und Auslande durch Meisterstücke der Bürokratie, wie die Behelligung Gräsers eins ist, zu schädigen. Wenn nicht durch die Pressezensur der Fall Gräser nach Möglichkeit der Öffentlichkeit vorenthalten würde, wäre eine weitergehende Stellungnahme in diesem Sinne sicher zu verzeichnen. –

Wenn wir auch mit Gräsers Anschauungen  nicht im allgemeinen übereinstimmen, uns nicht als Gesamtheit mit ihm identifizieren wollen, so müssen wir doch die Ausweisung als symptomatisch dafür betrachten, dass deutschen Behörden gegenüber ehrliche Überzeugungen rechtlos sein können, wenn sie obrigkeitlich nicht als genehm empfunden werden. Dagegen müssen wir im Interesse der Wahrhaftigkeit aufs schärfste Einspruch erheben, zumal uns Gräsers ursprünglich-naturhafte Lebensauffassung als etwas durchaus Achtbares erscheint.

Max Hodann, Unterarzt, WV Friedenau
Dr. F. W. Trojan, Bln-Zehlendorf, Schriftsteller
Ilsemargot Beneke, Bln-Dahlem
Jakob Feldner, stud. phil., Charlottenburg
Walter Martin, Kaufmann, Berlin
Gustel Widder, Berlin
Edmund Metz, Kaufmann, Berlin
Lore Tappert, Berlin
Toni Sonnental, Berlin
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Und das schreibt Gusto am 7. August 1915 ins Gästebuch des Geistersehers Christian Wagner in Warmbronn bei Stuttgart, der sich ebenfalls gegen seine Ausweisung eingesetzt hatte: