Gemälde im Monumentalstil

Für die Ölgemälde entwickelt Graeser um die Zeit des 1.Weltkrieges einen für seine Person charakteristischen monumentalen Stil mit großflächig aufgetragener Farbe. Er setzt diesen Stil vorwiegend ein zur Darstellung dramatischer biblischer Szenen wie z.B. „Tanz um das goldene Kalb“, „Sturmstillung“ oder „Jesus und die Ehebrecherin“.
 
Fotos von Ölgemälden nach alten Veröffentlichungen (Monumentalstil)




Jesus und die Ehebrecherin (140 x 168 cm)






Der verlorene Sohn / Schweinehirt
(120 x 90 cm), 1934

Der barmherzige Samariter
(Verbleib des Bildes unbekannt)






Sturmstillung
Version: Jesus im Sturm

(Es wird lediglich vermutet, dass die beiden obigen verschollenen Bilder, von denen nur Fotos vorhanden sind, im Monumentalstil erstellt worden sind.)






Tanz ums goldene Kalb (121 x 163 cm), 1914





Tempelreinigung (121 x 164 cm)





Christophorus (160 x 170 cm)
Das Bild wurde als Muster auf Leinwand mit Wandmalerei-Farben auf Kasein-Basis ausgeführt. 

Die Kunstkritik nennt ihn bald den bedeutendsten, auf alle Fälle innerlichsten- religiösen Maler seiner Generation. Der Stil wird beschrieben als ein „Ringen nach monumentaler Wirkung“, „Bilder drängen förmlich aus dem Rahmen heraus“, „Bilder reden eindringlich, sie schreien nicht“, oder „keine Effekthascherei, unaufdringliche Gedämpftheit“.

Etliche Kirchen in Württemberg schmücken ihren Innenraum mit diesen Gemälden, wie bis heute Maienfels (bei Wüstenrot) und Söhnstetten (Schwäbische Alb).



Pfarrkirche Wüstenrot - Maienfels
:








Pfarrkirche
Wandgemälde
Jesus und die Samariterin




Kirche in Söhnstetten:



 
„In diesem Bild ist das Besondere, über sein Gegenständliches Hinausgreifende, jene schlichte Innerlichkeit und ergreifende Mystik, die wir in diesem und anderen Bildern wiederfinden“  

Südd. Zeitung, 1918



Jesus und die Samariterin (150 x 200 cm)








Elias (150 x 200 cm)
 
„Unter den Werken religiösen Inhaltes ist der „Elias“ der größte und stärkste Wurf. Im Grossformat bietet sich dem Beschauer eine vollkommen ausgeglichen und beherrschte Komposition dar. Die ausgezehrte, aber mächtige Gestalt des Propheten ist auf die Gipfelzinne eines Felsgebirges hingesunken. Über ferne und immer fernere Berge schweift der Blick ins Unermessliche. Der Fels ist kahl, tot. Kein Wasser, keine Pflanze. Starrende Öde und Einsamkeit. Darüber eine schwere, dunstige Wolkenschicht; da und dort eine Lücke, durch die des Himmels Blau machtvoll und verkündigend hereindringt. Elias hat in gebetartiger elementarer Gebärde die Arme kreuzweise übereinandergeworfen. Einige Raben fliegen auf ihn zu und bringen ihm heiliges Brot. Dieses Bild wirkt. Es überzeugt. Hat man es gesehen, so prägt es sich ein und lebt weiter.“
 
Ernst Uehli, zum 50.Geburtstag


Simson (120 x 160 cm)