Bamberger Studien zu Literatur, Kunst und Medien, Band 25. University of Bamberg Press.

Bamberg 2019.

Inhaltsverzeichnis







In einem unbeholfenen Deutsch kommentiert und analysiert Guofeng Meng Hesses Urerlebnis von 1907 und dessen Spuren im seinem Werk.


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Kommentar: Die Wiedergabe dieser Passagen aus der Doktorarbeit von Guofeng Meng soll lediglich zeigen, dass der Autor, den textlichen und biografischen Befunden folgend, meine Darstellung der Beziehung Hesse-Gräser weitgehend übernimmt. Er erwähnt das erste Zusammensein der beiden Freunde in der Felsgrotte von Arcegno im Jahre 1907, dem ein längerer Rückzug Hesses ins bürgerliche Leben folgte, bis der seelische Zusammenbruch von 1916 ihn wieder zu seinem „Freund und Führer“, genannt Demian, zurückführte. Guofeng Meng sieht auch das Weiterleben des Gräser-Bildes in Hesses späteren Werken bis hin zum 'Glasperlenspiel'. Unter den besonderen Bedingungen einer akademischen Arbeit versucht er Hesses Gräser-Erfahrung in die Geschichte typischen Eremitendaseins einzuordnen, wodurch allerdings das Individuelle, Emotionale und Plastische dieses Erlebens weitgehend verloren geht. Guofeng Meng hat zwar, im Unterschied zu manchen anderen Hesse-Interpreten, den Mut, die Fakten anzuerkennen, meint aber durch eine extreme Formalisierung und Objektivierung, die seinen Text schwer lesbar machen, sich gegen Einwände absichern zu müssen. Eine weniger von Fachbegriffen überladene Darstellung könnte seine Erkenntnisse zugänglicher machen.


Hermann Müller