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Bildwerk
Externer Link zu artnet War Diefenbach noch Ende des
20. Jahrhunderts völlig unbekannt, drängt er sich nun mehr
und mehr dem öffentlichen Kunstbewußtsein auf. Die
pazifistische Attitüde, der Vegetarismus und die
kommunalen Versuche in freier Liebe lassen ihn heute als
einen Hippie-Avantgardisten erscheinen, dessen
künstlerisches Potential gerade wieder entdeckt und besser
eingeschätzt wird.
Zwei riesenhafte Statuen mit ägyptischer Kopfbedeckung, die sich stoisch auf steinernen Stühlen sitzend vom Wüstenwind umwehen lassen und teilweise hinterm Sand verschwindend geisterhaft erscheinen; eine phantastische Durchmischung von Elementen wie Farben. ![]() Morgengebet, Pyramiden, 1895 Karl Wilhelm Diefenbach Der Sonnenanbeter - Diefenbach malt 1895, nach seiner Ankunft in Ägypten, das obige Bild. Einen Mann, der beim Anblick der über den Pyramiden aufgehenden Sonne die Arme zum Himmel hebt. Ausdruck seiner Freude, ja, seines Jubels über den freundlichen Empfang in diesem Land nach der Katastrophe in Wien, ein zweiter Sonnenaufgang in seinem Leben. Zugleich eine Erinnerung an sein Urerlebnis, seine Berufung zum Propheten beim Anblick des Sonnenaufgangs über den Alpengipfeln vom Hohenpeißenberg im Februar 1882. Die Geste der Sonnenanbetung wird eines seiner Hauptmotive bleiben und wird durch das ‚Lichtgebet‘ seines Schülers Höppener-Fidus zur Ikone sowohl der Jugendbewegung wie der Lebensreform. "Abschied", signiert, datiert, K. W.
Diefenbach Wien 1892, Öl auf Leinwand, 223 x 152 cmDer Meister im Walde, Abschied von Jungsiegfried und Parzival zugleich - märchenhaft!
Welt - wer kann dich wie dein Hochwald loben in der schauerschönen Sommernacht, dieser duftvoll funkelsternereichen Wandernacht voll deiner Wunderzeichen? Helle spür ich meinen Mut entfacht! Heilge Speise hast du mir gespendet, als dein Bote heute ausgesendet ward ich, künden deine Waltemacht. |
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